Wegener GmbH
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Im "drehbaren" Thermostatventil befindet sich ein Temperaturfühler. Wenn eine bestimmte Temperatur im Raum erreicht ist, (auf der "3" in der Regel 20°C) "fährt" der Heizkörper die Oberflächentemperatur herunter. Nicht die Heizkörperoberflächentemperatur ist entscheidend, sondern die Raumtemperatur ! Kalt bleibt die Heizung auch, wenn Sie Vorhänge vor Thermostatventil und Heizkörper gehängt haben. Der Temperaturfühler registriert nur die warme Luft zwischen Gardine und Heizkörper und "fährt" den Heizkörper herunter.
Auf "Null" drehen wir nur, wenn wir Stoßlüften. Das heißt, Thermostat auf "Null" stellen, Fenster und Türen kurz öffnen, um schnelle Luftzirkulation zu erreichen. Das Stoßlüften möglichst nur für 5 Minuten und das 3 Mal am Tag.
Dies ist ausreichend und auch wirtschaftlich. Anschließend das Thermostatventil wieder hochdrehen. Vermeiden Sie Dauerlüften während der Heizperiode. Gekippte Fensterflügel verursachen erheblich höhere Wärmeverluste, als gezieltes Stoßlüften!
In der Regel nicht. Viele kluge Köpfe stecken hinter einer Heizungsanlage; Planungsbüros, Betriebe, Bauherren. Heizkörper werden nach DIN 4701, Teil 1 ausgelegt, dabei gibt es Richtlinien !
Darin steht: "Selbstverständliche Voraussetzungen für das Erreichen der gewünschten Temperaturen ist, dass alle Räume des Gebäudes berechnungsgemäß beheizt werden:..."
Ganz wichtig ist also, dass alle Räume ausreichend beheizt werden. Natülich auch Räume, in denen niedrige Temperaturen gewünscht werden. 18°C Raumlufttemperatur sollen aber in jedem Fall erreicht werden. Also auch nachts die Heizung nicht voll runter drehen, sondern z.B. auf der "2" bis "3" das Thermostatventil eingestellt lassen.
Morgens gehen die meisten modernen Heizungsanlagen auf Vorrangschaltung, d.h. wenn jemand badet oder duscht, dann wird nur warmes Wasser im Boiler erzeugt und die Heizung wird für diese Zeit vom Kessel nicht bedient. Die Heizkörper bleiben in dieser Zeit kalt, obwohl das Thermostatventil z.B. auf "5" gestellt ist.
Beachten Sie bitte, dass Sie mit einer früheren Ofenheizung eine Wärmequelle im Wohnzimmer von 16 m² Größe von 3.500 bis 5.000 Watt hatten und jetzt einen Heizkörper von ca. 900 bis 1.200 Watt Leistung. Auch im Schlafzimmer / Kinderzimmer gab es Öfen mit dieser Leistung und in der Küche Kohleherde mit bis zu 4.000 Watt Leistung. Jetzt sind es ca. 800 bis 1.000 Watt. Also müssen wir uns diesen veränderten Bedingungen anpassen. Während früher der Ofen mit ca. 80°C und einer großen Heizleistung unser Wohnzimmer versorgte, muss das jetzt ein kleiner Heizkörper mit wesentlich kleinerer Heizleistung und mit einer wesentlich geringeren Oberflächentemperatur, je nach Außentemperatur von 40°C bis 70°C maximal. Das können wir nur ausgleichen, in dem die Heizkörper in allen Zimmern praktisch immer für angenehme Temperaturen sorgen, oder es bleibt sonst Außentempekalt und man muss frieren.
Wenn Sie sich wohlfühlen wollen, dann lassen Sie die Heizkörperventile möglichst Tag + Nacht auf der gleichen Stufe stehen (Danfoß-Thermostate z.B. auf 3,5, das entspricht 22°C Raumtemperatur am Tag und bei automatischer Nachtabsenkung ca. 20°C, ebenso Heimeier Thermostatventile).
Wenn bei diesem Heizverhalten die Vorlauftemperatur nach der Außentemperatur gesteuert wird, dann betreiben Sie Ihre Anlage auch wirtschaftlich. Senn Sie dies mit Autofahren vergleichen, so fahren Sie am wirtschaftlichsten, wenn Sie mit niedriger Geschwindigkeit (z.B. 60 km/h) eine lange Fahrtstrecke ohne Unterbrechung zurücklegen.
Genauso ist es mit dem Heizen - Niedrige Vorlauftemperatur entspricht niedriger Geschwindigkeit und Thermostatventil immer auf 3,5 entspricht, daß Sie die Fahrt nicht dauernd abbrechen.
Ihre Heizungsanlage regelt nachts automatisch von sich aus runter, weil das Warmwasser für den kommenden Tag aufbereitet wird. Diese sogenannte "automatische Nachtabsenkung" beträgt im Schnitt ca. 2-4 Grad. D.h. lassen Sie Ihre Heizkörperthermostate einfach nachts so wie Sie sie am Tag haben (am Besten auf Stellung "3").
Wenn Sie nämlich nachts noch weiter "runterregeln" kühlen Sie Ihre Wohnung aus und benötigen tagsüber umso mehr Energie (Kostenfaktor) um diese wieder aufzuwärmen. Es sind nämlich nicht die Heizkörper selbst, die die Wärme speichern (diese geben sie nur ab) sondern die Wände und Möbel in Ihrer Wohnung.
Die Vorlauftemperatur Ihrer Heizungsanlage wird zentral geregelt.
Das heißt: Die in das Haus gelieferte Wärme ist unterschiedlich hoch und wird über eine Regeleinrichtung der jeweiligen herrschenden Außentemperatur angepaßt. Es kann vorkommen, daß bei bestimmten Außentemperaturen nur Heizwassertemperaturen von 30 ¾ 37 Grad Celsius geliefert werden, so daß Heizkörper und Leitungen kalt erscheinen, aber trotzdem die Räume beheizt werden.
Das Thermostatventil sorgt selbsttätig und zuverlässig für eine nahezu konstante Innentemperatur und trägt somit zur Einsparung von Heizkosten bei.
Gemäß DIN 4701 (Alt) und dem Energieeinsparungsgesetz sind die
- Wohnräume, Schlafzimmer, Küchen auf eine Raumtemperatur von 20°C ausgelegt.
- Bäder auf eine Raumtemperatur von 22°C ausgelegt.
- Beheizte Nebenräume auf eine Raumtemperatur von 15°C ausgelegt.
- Beheizte Treppenhäuser auf eine Raumtemperatur von 10°C ausgelegt.
Diese Temperatur erreichen Sie, wenn das Thermostatventil auf die größte Stellung "5" eingestellt ist.
Auch ein Thermostatventil in Stellung "5" schließt automatisch, wenn die entsprechende Temperatur erreicht ist.
Folge: Der Heizkörper kann auch bei voll geöffnetem Ventil erkalten.
Die Stellungen "1-4" sind für Spareffekte vorgesehen und die Frostschutzstellung für ein totales Abstellen des Heizkörpers, darüber hinaus hat diese Stellung noch eine Sicherheitsfunktion, um die Anlage vor dem Einfrieren zu schützen, d.h. bei einer Unterschreitung von 6°C am Ventil, öffnet das Thermostatventil automatisch. Es ist daher unsinnig und unwirtschaftlich, einzelne Räume ganz abzustellen, da dann die Heizkörper der daneben liegenden Räume, aufgrund der Abkühlung zum Nachbarraum, mehr Energie verbrauchen.
Thermostatventile erfassen auch die sogenannte Fremd- und Gratiswärme, die z.B. von der Sonne, elektrischen Lichtquellen, Kochherden, Fernsehgeräten usw., sowie auch vom Menschen selbst abgegeben wird. Das Thermostatventil berücksichtigt diese Wärme und drosselt die Wärmezufuhr zum Heizkörper, ohne daß die Innentemperatur absinkt.
Der Heizbetrieb wird in den Nachtstunden nicht reduziert und auch nicht abgestellt.
Lüften: Auch während der Heizperiode sollte einmal täglich für ca. 5-10 Minuten gelüftet werden. Ist es notwendig, über einen längeren Zeitraum zu lüften, sollten während dessen die Thermostatventile geschlossen werden.
Das Zustellen der Heizflächen mit z.B. Möbelstücken, Anbringen von Heizkörperverkleidungen sowie langen Gardinen und Übergardinen haben eine geringere Wärmeabgabe an den Raum zur Folge und Sie erreichen zwangsläufig eine niedrigere Raumtemperatur. Der Energieverbrauch wird erhöht u. dementsprechend auch die
Heizkosten. Der Heizkörperthermostat muß völlig frei bleiben, damit er jederzeit von der Raumluft umspült wird und somit einwandfrei arbeiten kann.
Es wird empfohlen mindestens 5 cm Abstand zum Heizkörper zu lassen... 8-10 cm sind natürlich noch besser. Je weiter Gegenstände von Heizkörper entfernt sind, desto besser kann dieser seine Arbeit machen.
Wenn auch Sie eine Frage zum Thema "Heizen" haben, zögern Sie nicht, dieser Dienst ist selbstverständlich KOSTENLOS. Wir werden Sie schnellstmöglich auf unseren Seiten berücksichtigen. Vielen Dank für Ihr Interesse.
Hinweis: Wir übernehmen grundsätzlich keine gutachterähnlichen Tätigkeiten bei Nebenkostenfragen, oder Fragen zu DIN-Vorschriften.